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P-Konto: So sichern Sie Ihr Existenzminimum in einer Woche

Wer eine Pfändung am Konto hat, verliert oft Geld, das ihm gesetzlich zusteht. Schritt-für-Schritt zum geschützten Konto.

Redaktion SCHULDENMAGAZIN
Foto von Euro-Banknoten – Symbolbild für Pfändungsschutz.
Foto von Euro-Banknoten – Symbolbild für Pfändungsschutz. · Foto: Pexels

Eine Kontopfändung ist einer der unangenehmsten Momente im Verlauf einer Überschuldung – plötzlich kommen weder Miete noch Lebensmittelgeld an. Das Pfändungsschutzkonto („P-Konto") nach § 850k ZPO ist die gesetzliche Antwort darauf. Es schützt das Existenzminimum auf dem Konto und kostet im üblichen Tarif nicht mehr als ein gewöhnliches Girokonto.

Wie viel bleibt geschützt?

Der unpfändbare Grundfreibetrag wird regelmäßig zum 1. Juli angepasst und liegt seit Juli 2024 bei 1.491,73 € pro Monat (Stand: aktuelle Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung; den jeweils gültigen Betrag finden Sie beim Bundesministerium der Justiz). Hinzu kommen Erhöhungsbeträge für unterhaltspflichtige Personen – etwa Kinder oder den Partner ohne Einkommen. Wer mehr als den Grundbetrag schützen will, braucht eine Bescheinigung – zum Beispiel von einer anerkannten Schuldnerberatungsstelle, dem Sozialamt, einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt.

Schritt für Schritt zum P-Konto

1. Bestehendes Girokonto bei der eigenen Bank in ein P-Konto umwandeln lassen. Anspruch besteht laut Gesetz – die Bank darf nicht ablehnen. Die Umwandlung wirkt rückwirkend bis zu vier Wochen vor Antrag.

2. Bescheinigung über erhöhte Freibeträge einholen, falls Sie für andere sorgen. Diese geben Sie Ihrer Bank.

3. Eingänge prüfen: Sozialleistungen sind besonders geschützt und dürfen nicht angetastet werden, selbst wenn sie über dem Freibetrag liegen würden.

Häufige Fehler

Ein verbreiteter Irrtum: ein neues Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen, um die Pfändung zu „verstecken". Das ist erstens Verfahrensvereitelung und zweitens fliegt es auf, sobald die Pfändung eingetragen wird. Der ruhige Weg ist immer das P-Konto – nicht die Flucht.

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